Golfausrüstung und Golfschläger für Anfänger

Vorwort

Vorweg - ich erhebe in diesem Artikel weder Anspruch auf Vollständigkeit, noch auf fundiertes Expertenwissen. Ich habe die folgenden Punkte als Hobbyspieler und aufgrund der Fragen und Wünsche unserer Kunden und Golf Anfänger nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Allerdings würde ich mich freuen, wenn Sie Ihre Meinung dazu beitragen oder/und das ganze um weitere Aspekte ergänzen würden.

Einleitung

"Aller Anfang ist schwer" - das Schöne an diesem Spruch ist, beim Golf ändert sich das nie. Vielleicht steht der Einzelne nicht mehr am Anfang, aber schwer bleibt es immer. Deshalb ist das allerwichtigste beim Golfen - es muss Ihnen Spass machen. Und damit das so wird, bzw. so bleiben kann, versuche ich hier dem Einsteiger ein paar pragmatische Tipps mit auf dem Weg zu geben, um sich in der neuen Sportart "zurechtzufinden". Aber vielleicht habe ich ja auch noch ein paar interessante Infos für Fortgeschrittene ...

Ich gebe auch ein paar Tipps zum Thema Golfschläger für Anfänger, aber zur Ausrüstung für Golfer gehört noch viel mehr:

Die Ausrüstung

Was ist zwingend für den Golfsport erforderlich ?

Was ist zudem noch sinnvoll ?

Darüberhinaus gibt es natürlich nahezu endlos Möglichkeiten sein Geld in sinnvolle bis nutzlose Artikel zu investieren. Wie in den meisten Sportarten, muss man auch im Golf eine gewisse Grundinvestition tätigen. Bei guter Planung kann diese heutzutage dennoch viel niedriger als beispielsweise beim Skifahren oder Reiten sein. Dazu haben wir nachfolgend ein paar Punkte zusammengestellt.

Golfschläger für Anfänger

Golfschläger für Anfänger

Um Golf zu spielen, kommt man um Golfschläger und eine Möglichkeit diese über den Platz zu transportieren nicht herum. Da es hierbei jedoch ein Überangebot vieler Hersteller gibt, findet sich gerade der Golf Einsteiger kaum zurecht. Unserer Meinung nach könnte eine sinnvolle Herangehensweise wie folgt aussehen.

Wenn Sie Freunde oder Bekannte haben, die Ihnen für den Start gebrauchte Schläger oder/ und ein Golfbag zur Verfügung stellen können - greifen Sie zu. Beachten Sie jedoch unsere allgemeinen Tipps zu Golfschlägern weiter unten.

Alternativ empfehlen wir ein (Einsteiger-) Golf Komplettset, sozusagen die wichtigen Golfschläger für Anfänger. Diesen gibt es als Vollsatz und als Halbsatz (meist halb soviele Eisen wie beim Vollsatz und ohne Driver bzw. Fairwayholz) von diversen Herstellern. Los geht es bei einem vernünftigen Halbsatz bei ungefähr 170 EUR und nach oben sind wie so oft kaum Grenzen gesetzt. In diesen Komplettsätzen sind die sog. Eisen enthalten, oft ein Hybrid, ein Fairwayholz, evtl. ein Driver und ein Putter sowie meistens ein Bag.

Die Höhe der Investition in so einen Komplettset bestimmt sich aufgrund Ihrer körperlichen Voraussetzungen (siehe weiter unten), Ihrer Ambitionen und nicht zuletzt aufgrund Ihrer finanziellen Möglichkeiten.

Einen Komplettsatz für Golf Anfänger spielen Sie technisch problemlos bis Handicap 30 und besser, also 1 - 2 Jahre, wenn Sie regelmäßig aber nicht täglich Golf spielen. Allerdings werden üblicherweise Ihre Ansprüche mit verbessertem Spiel wachsen, was letztendlich dazu führt, dass Sie irgendwann zu technisch besseren (und damit auch teureren) Golfschlägern greifen werden.

Ein solcher Umstieg kann aber auch stufenweise geschehen, also z.B. indem Sie Ihren Satz um Wedges, Hybride oder Hölzer höherer Kategorie erweitern und erst später die Eisen tauschen.

Am Anfang benötigen Sie schon aufgrund Ihrer stark streuenden Schläge und Weiten nicht jedes Eisen - die Abstufung zwischen jedem Eisen liegt bei rund 10 Metern mehr / weniger Weite. Wenn Sie mit Ihrem Eisen 7 also einmal 100 Meter und dann 130 Meter weit schlagen, dann benötigen Sie evtl. weder ein Eisen 8 noch ein Eisen 6, mit denen Sie rechnerisch 10 Meter weniger oder mehr schaffen könnten.

Daher sind die Halbsätze für Einsteiger ein interessantes Thema - sie sind preiswerter als Vollsätze, decken das Können des Golfneulings vollkommen ab und können - ohne große finanziellen Einbussen - mit dem persönlich besseren Spiel ergänzt werden.

Auch wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob Sie dauerhaft Lust (und Zeit) für ihr neues Hobby haben, empfehlen wir Halbsätze zum Einstieg - mit zunehmender Erfahrung können Sie sich ein genaueres Bild von Ihrem Spiel und damit von der benötigten Ausrüstung machen und sparen bei der Erstinvestition.

Aber Achtung: Wir empfehlen dringend gleiche Schläger zu nutzen - sich permanent (andere) zu leihen oder häufig zu wechseln wird speziell den Anfänger eher behindern als nach vorne bringen.

Allgemeine Tipps zu Golfschlägern:

Moderne Golfschläger sind oft mit jede Menge Technik entwickelte Sportgeräte die sich massiv von Produkten von vor 5 - 10 Jahren unterscheiden. Dies muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass die alten Schläger schlecht(er) sind, aber es macht oft Sinn die moderneren einzusetzen - ähnlich wie bei Skiern gibt es auch bei Golfschlägern ständig eine Weiterentwicklung, die auch (und gerade) dem Anfänger zugute kommt.

Ein paar Grundsätzlichkeiten gibt es dennoch seit eh und je zu bedenken.

Damen und Herren Schläger unterscheiden sich meist nicht in den Köpfen (die unterscheiden sich oft nur in den Farben) sondern beim Schaft, dessen Länge und beim Griff. Der Griff bei Herrenschlägern ist oft etwas dicker als für die kleineren Damenhände.

Beim Schaft gibt es bereits größere Unterschiede - hier wird zwischen der Biegsamkeit (Härte) und damit korrespondierend dem Material unterschieden.

  • W-Flex oder L-Flex sind die Schäfte mit der höchsten Biegsamkeit und üblicherweise von Damen gespielt. Damenschäfte sind zudem meist kürzer als Herrenschäfte um der weiblichen Körpergröße gerecht zu werden.
  • A-Flex, SR-Flex oder/und Light Schäfte sind für Damen mit schnellerem Schwung (höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit) und für Herren mit langsamerem Schwung vorgesehen
  • R-Flex oder auch Regular Flex werden üblicherweise von Herren mit normaler Schwunggeschwindigkeit gespielt.
  • S-Flex (Stiff), und XS-Flex (Extra Stiff) weren für Schläger von sportlichen bis sehr sportlichen Spielern bevorzugt und sind für "normale" Spieler eher ungeeignet

Schäfte aus Graphit werden bei fast allen Schlägern (üblicherweise bis auf Putter und Wedges) eingesetzt, sind leicht und etwas teurer als Schäfte aus Stahl, die beim Putter, oft bei den Wedges und ab und zu bei Herren Eisen genutzt werden. Aber Achtung. Sowohl das Gewicht der Stahlschäfte wie auch der steifere Flex erfordern beim Spieler mehr Präzision, Kraft und höhere Schwunggeschwindigkeiten.

90% der Damen benötigen W- bzw. L-Flex, 90% der Herren R-Flex - männliche ältere Senioren sollten evtl. auf A- bzw. Light-Flex gehen. Sportliche junge Männer, die mit Kraft und einer höheren Schwunggeschwindigkeit spielen, sollten/können über Stahlschäfte zum Einstieg nachdenken.

Ein weiterer Punkt sind die Schaftlängen und damit die Schlägerlängen. Generell gilt: um so länger der Schläger, um so schwieriger ist er zu spielen und um so weiter fliegt der Ball. Um den Größenunterschied zwischen den Menschen und zwischen Mann und Frau zu berücksichtigen, legt jeder Golfschlägerhersteller eine durchschnittliche Größe für einen Schläger (z.B. Eisen 7 oder Eisen 5) zugrunde, von der aus er die weiteren Schläger entsprechend länger oder kürzer gestaltet.

Ist eine Person nun größer oder kleiner als der Schnitt, müsste der Schläger verlängert oder verkürzt werden um die ideale Stand- und Schwungposition einnehmen zu können. Mit der Länge des Schlägers ändert sich meistens auch der Winkel des Kopfes zum Schläger (der sog. Lie), da der Schläger ja enstprechend steiler bzw. flacher zum Boden steht. Diese Veränderungen in Länge, Lie und weiterem nennt man Fitting und ist jedem fortgeschrittenem Golfer anzuraten, um für ihn optimal abgestimmte Schläger zu bekommen.

Für den Anfang sind diese Überlegungen nur dann von Bedeutung, wenn man stark von den Durchschnittswerten abweicht, da es dem Einsteiger durch falsche Längen unnötig das Erlernen des Golfsports erschwert.

Bitten Sie eine zweite Person den Abstand Ihrer Handgelenke zum Boden zu messen. Sie stehen dabei aufrecht - mit Golfschuhen und locker hängenden Armen. Bei einem Rechtshänder wird die linke Hand, bei einem Linkshänder die rechte Hand vermessen.

Beträgt dieser Abstand bei Damen 84cm - 94cm sind Standardschläger (rund 90,5cm Länge beim Eisen 7) meist geeignet - ist der Abstand größer sollte in jedem Fall über einen mindestens 1 Inch (2,54 cm) verlängerten Schaft nachgedacht werden. Kleinere Damen können sich die Schäfte verkürzen lassen, oder (bis zu gewissen Grenzen) die Schläger weiter unten am Griff anfassen.

Bei Herren sollte der Abstand zum Boden für Standardschläger (rund 93 cm Länge beim Eisen 7) zwischen 86,5cm bis 96,5cm liegen. Darüberhinaus ist eine Verlängerung von mindestens 1 Inch (2,54 cm) ebenfalls anzuraten. Kleinere Herren können sich ebenfalls die Golfschläger kürzen lassen, oder den Griff kürzer fassen (er darf aber beim Schwung nicht behindern).

Übrigens kann man die Griffdicke von Schlägern, aufgrund von größeren oder kleineren Händen, auch nachträglich noch durch das aufziehen von neuen Griffen verändern.

Der letzte wichtige Punkt ist das "matching", also passen die Schläger zueinander. So manch ein Anfänger und unwissender Golfer kauft sich im Laufe seines Golferlebens einzelne Eisen und Schläger zusammen. Sie starten mit einem Halbsatz und kaufen dann die fehlenden Eisen von irgendwoher dazu. Bei einem solchen Sammelsorium werden die wenigsten Golfer glücklich.

Die Nummerierung der Golfschläger verleitet dazu zu glauben, dass ein Eisen 7 ja immer ein Eisen 7 ist - dem ist aber leider überhaupt nicht so. Die Unterschiede im Hinblick auf Schafttyp, Länge (und damit Lie-Winkel) und Griffstärke sind bereits weiter oben beschrieben, aber der Loft Winkel ist mindestens genauso bedeutend. Der beschreibt nämlich den Winkel der Schlägfläche von der Senkrechten - ein 10° Loft ist also steiler als ein 60° Loft.

Schläger die zueinander passen, haben also neben den genannten anderen Parametern einen abgestufte Loftwinkel - also z.B. pro Eisen 4° mehr/weniger Loft - Eisen #9 mit 42°, Eisen #8 mit 38°, Eisen #7 mit 34° usw. Sie können also erahnen, dass ein Eisen #7 von Hersteller 1 einen anderen Loft hat, als einer von Hersteller 2. Dem aber nicht genug - ein älteres Modell von einem Hersteller unterscheidet sich wahrscheinlich im Loft auch von einem jüngeren Modell desselben Herstellers - und zu guter letzt unterscheiden sich sogar gleich alte verschiedene Modelle eines Herstellers. Wenn man daraus keine Wissenschaft machen möchte, sollte man also - speziell bei den Standard Eisen - immer einen ganzen Satz austauschen, oder eben die fehlenden Schläger nach den bekannten Spezifikationen ergänzen.

Egal ob Sie einen neuen oder gebrauchten Schlägersatz kaufen, leihen oder geschenkt bekommen, achten Sie auf folgende Punkte und Ihrem Spiel kann vom Material nichts mehr im Wege stehen:

  • Habe ich die richtige Schlägerlänge ?
  • Habe ich den richtigen Schafttyp (Material / Flex) ?
  • Passen die Eisen / Schläger zueinander (gleiches Modell) ?

Golfbags

Das praktische bei Komplettsätzen ist, sie haben bereits ein Bag dabei. Das unpraktische dabei ist, es ist meist etwas einfacherer Qualität und in Farbe und Typ nicht veränderbar ist.

Da so eine Golftasche jedoch preislich zwischen 50 EUR bis zu über 1.000 EUR liegen kann, empfiehlt es sich für den Anfänger sich erstmal mit den Möglichkeiten im Rahmen eines Komplettsatzes anzufreunden, um dann - mit steigender Erfahrung - ein für ihn geeignetes Bag zu wählen.

Die Hersteller von Komplettsätzen legen oft die Farben für Damen und Herren fest und liefern den Damen meist ein Cartbag und den Herren meist ein Carrybag, da sie davon ausgehen, dass Damen ohnehin ihr Bag nicht tragen und auf ein Cart oder Trolley spannen und Herren gerne ohne diese Hilfen unterwegs sind.

Ein Trolley- oder Cartbag hat meist mehr Taschen und eine feinere Einteilung für die Schläger, aber eben nur einen einfachen Trageriemen um die Tasche ein paar Meter zu tragen.

Demgegenüber hat ein Carry- oder Standbag komfortable Tragegurte um es - ähnlich wie einen Rucksack - bequem über den gesamten Platz zu tragen. Um Gewicht zu sparen hat es meist etwas weniger Stauraum und eine gröbere Einteilung für die Schläger. Durch eingebaute Stützen kann es zudem stabil auf dem Platz abgestellt werden.

Alle Bags sind natürlich auch mehr oder weniger für Regen geeignet, aber oft ist das Material nicht wasserdicht, meist die Reissverschlüsse und die Nähte ohnehin nicht. Dagegen kann man mit Regenhauben ein wenig Abhilfe verschaffen, oder man investiert in ein wasserabweisendes bzw. wasserdichtes Modell der verschiedenen Hersteller.

Golfschuhe

Dieses Thema sollte in keinem Fall über- aber auch nicht unterbewertet werden. Viele Hersteller von Golfschuhen wollen einem Glauben lassen, dass nur mit solchen Tretern ein Golfspiel möglich ist. Ebenso wie viele Anfänger erstmal mit irgendwelchen Schuhen auf der Driving-Range und später auf dem Platz erscheinen und dies für richtig und zulässig halten. Beide Sichtweisen sind so nicht ganz richtig.

Mit dem perfekt passenden Schuh und entsprechend viel Grip, also Standfestigkeit, werden Sie präziser und weiter spielen - wenn Sie zu den 15%-20% der Menschen gehören, die ein niedriges Handicap haben und grundsätzlich entsprechend spielen. Das ist sicherlich korrekt. Aber für die anderen 80% der Golfer und Golferinnen und besonders für die Anfänger spielt der Schuh für dieses Thema eine eher untergeordnete Rolle.

Das Thema Bodenhaftung und Grip ist dagegen durchaus für die eigene Sicherheit und die der Mitspieler und der Menschen um den Golfplatz herum von Bedeutung. Denn wegen einer glatten Sohle während des Schwungs auszurutschen, oder einfach nur im feuchten Gras am Hang wegzurutschen birgt ein extrem hohes Verletzungsrisiko für alle Beteiligten.

Golfschuhe mit Softspikes bieten derzeit noch die beste Standfestigkeit, sie sind aber unpraktisch und lästig beim Laufen außerhalb des Platzes und Autofahren. Zudem sollten die Spikes regelmäßig gelöst und überprüft sowie bei Bedarf ausgetauscht werden. Alternativ dazu gibt es mittlerweile reichlich Golfschuhe mit Noppen, die auch außerhalb des Platzes sehr gut nutzbar sind, aber bei Nässe oft nicht beste Bodenhaftung bieten.

Optisch gibt es reichlich Auswahl für jeden Geschmack, da wird mit Sicherheit jede und jeder fündig. Es ist wichtig, dass die Schuhe gut passen, denn bei Turnieren ist man durchaus 5 - 6 Stunden auf dem Platz unterwegs. Das Thema Wasserdichtigkeit ist ebenfalls von Bedeutung, denn sowohl der morgendliche Tau auf der Wiese, wie auch verregnete Turniere sind an der Tagesordnung. Und kaum etwas ist unangenehmer als nasse Füsse.

Achten Sie also auf Passform, Bequemlichkeit, bei Bedarf auf Wasserdichtigkeit und die Sohle.

Bedenken Sie zudem auch die unterschiedlichen Schuhpassformen der Hersteller - als Daumenregel gilt hier - klassische Sportschuhhersteller (z.B. Adidas, Nike, Puma) schneiden die Schuhe tendenziell enger und kleiner - eine halbe englische Größe mehr ist hier meist angesagt. FootJoy bietet einige Schuhmodelle in unterschiedlichen Breiten: normal (M), breit (W) und schmal (N) sowie XW (Extra breit) - dafür fallen die Größen bei Footjoy "normal" aus. Schuhe von Duca del Cosma sind je nach Modell sehr unterschieldich breit geschnitten - hier sollten Sie auf die Beschreibung der jeweiligen Schuhe achten.

Wie gesagt - es handelt sich dabei um eine Daumenregel - am Besten ist trotzdem immer anprobieren

Pitchgabel, Ballmarker, Golfbälle und Tees

Eine Pitchgabel ist Pflichtausrüstung und dient dazu, die sog. Pitchmarken (Vertiefungen, Dellen), die entstehen wenn der Golfball bei der Annäherung auf das Grün aufprallt, wieder einzuebnen. Dazu sticht man mit der Gabel um die Vertiefung in den Boden, hebt die Delle wieder an und ebnet sie anschließend z.B. mit dem Putter wieder ein damit wieder eine ebene Fläche entsteht.

Der ein oder andere mag das nun für Unsinn halten - aber erstens gehört es zur Golf-Etikette und zweitens: wollen Sie über solche Dellen putten ? Der Ball wird mit Sicherheit verspringen und sich nicht mehr in der von Ihnen gewünschten Form bewegen. Und nun stellen Sie sich einfach mal folgende Situation vor - jeweils "nur" ein Zweier-Flight alle 15 Minuten von morgens 6 Uhr bis abends 18 Uhr. Das bedeutet am Tag mindestens 96 Menschen an jedem Grün - die je 96 Dellen hinterlassen. Viel Spaß beim Putten ;-)

Der Ballmarker gehört ebenfalls zur Pflichtausrüstung - kann aber auch eine Geldmünze oder irgend ein anderer geeigneter Gegenstand zum Markieren des Golfballs auf dem Grün sein. Diese Markierung müssen Sie bei unterschiedlichen Spielsituationen vornehmen.

So ein Ballmarker kann seperat erworben werden, ist aber bereits bei einigen Golfhandschuhen, Caps, Pitchgabeln, Schuhen, Schlägern, Bags, Trolleys usw. integriert.

Zum Thema Golfbälle verfasse ich noch ein eigenes Thema, aber soviel vorweg. Der Anfänger sollte aufgrund seines höheren Ballverbrauchs auf sog. Lakeballs (gebrauchte, wiedereingesammelte und ertauchte Golfbälle) oder günstige neue Bälle (Masters, Pinnacle, Wilson, ...) setzen.

Ein Tee dient zum "Aufbocken" des Balls beim Abschlag. Damit wird der erste Schlag einer Bahn etwas vereinfacht - wobei der Ball beim Schlag mit einem Wedge / Eisen nicht bis gering, mit einem Hybriden und Holz niedrig bis mittel und mit einem Driver mittel bis hoch aufgeteet wird. Daher gibt es auch Tees mit unterschiedlichen Längen. Auch hier gibt es eine Daumenregel welche Längen für welche Schläger geeignet sind:

  • > 80 mm für Driver
  • > 70 mm für Hölzer und Driver
  • > 60 mm für Hybride und Hölzer
  • < 60 mm für Eisen / Hybride

Meist sind Tees aus Holz oder Kunststoff, die Formenvielfalt ist nahezu endlos - für den Anfänger empfiehlt sich oft die klassische T Form. 

Golfhandschuhe

Ein Golfhandschuh ist keine Pflicht - allerdings können die wenigsten Golfer ohne Handschuh spielen ohne Blasen an den Händen / Fingern zu bekommen. Diese gibt es aus synthetischen Materialien, aus unterschiedlichen Lederarten und für verschiedene Wetterbedingungen wie Sonne und Regen. Die Damen haben schon länger die Möglichkeit der Farbwahl, bei den Herren ist diese mittlerweile eingeschränkt, zusätzlich zu den klassich weissen und schwarzen ebenfalls möglich.

Die Größenläufe sind S - M - ML (nicht bei allen Herstellern) - L - XL (oft nur bei Herren) - XXL (nur bei Herren).

Auch hier kommt man oft nicht um das Anprobieren der Handschuhe herum - innerhalb eines Herstellers behalten die Größen jedoch meist ihre Gültigkeit.

Lederhandschuhe sind viel angenehmer und geben ein besseres Gefühl - müssen aber auch enger an der Hand sitzen, da sich diese leicht weiten. Bei Nässe werden die meisten Golfhandschuhe aus Leder seifig und ein fester Griff ist nicht möglich.

Synthetikhandschuhe sind meist preiswerter und funktionieren meist auch noch bei Regen ganz vernünftig. Richtige Regenhandschuhe sind wiederum nur sinnvoll zu gebrauchen, wenn sie wirklich nass sind, dann sind sie vom Grip allerdings unschlagbar.

Fazit

Dieser kleine Einblick soll Ihnen helfen sich erstmal zurecht zu finden. Ihr Trainer und Ihre Golffreunde werden Ihnen mit Sicherheit viele weitere wertvolle und nutzlose Informationen geben. Gerade beim Golfsport geht es auch vielfach um die mentale Einstellung - und wenn da ein Produkt gefühlsmäßig nicht passt, dann nützt auch die beste Beschreibung und die beste (theorethische) Technik gar nichts.

Sollten Sie noch weitere Fragen oder/und Anregungen haben, kontaktieren Sie uns gerne.

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